Taizé-Gebet Vlotho

Taizé 2006

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Taizé2006 - wie es dazu kam

(UKK) Als ich in 2006 das erste Mal mit einer Gruppe Jugendlicher nach Taizé fuhr, war dies eine große Herausforderung für mich. Meine Kenntnisse von Taizé waren gering, meine Erfahrungen bis dahin gleich Null. Mein Vertrauen zu diesem Freund allerdings, der mich losgeschickt hatte, war sehr groß, und so beschloss ich, mich um eine Fahrt zu kümmern. Meine Recherchen ergaben, dass Schwester Edeltraud Maria SMMP, die Gemeindereferentin der Nachbargemeinde St. Laurentius in Löhne (des Pastoralverbunds Löhne/Vlotho) eine Fahrt plante und wir uns anschließen konnten. Die Reise führte uns  zunächst nach Siegen/Freudenberg in eine befreundete Gemeinde, deren Pfarrer Reinhard Lenz - ein erprobter Taizé-Fahrer - seine 16. Fahrt organisierte. Mit dieser Gruppe gemeinsam starteten wir an einem Sonntag morgens um 5 Uhr von Freudenberg aus mit 2 großen Bussen.

Diese erste Fahrt nach Taizé beeindruckte uns sehr. Die Zeit war anstrengend, aufregend (wir waren aufgeregt und wir haben uns aufgeregt ...) und sie veränderte uns.

Nach einer Woche, am nächsten Sonntag nach dem Gottesdienst, saßen wir wieder im Bus und nahmen Abschied von Taizé. Vorher hatte ich aber noch den Tipp bekommen, die Jugendlichen ihre Erfahrungen aufschreiben zu lassen, und so wanderte während der Rückfahrt eine dicke Kladde durch den Bus, in die die Jugendlichen ihre Eindrücke zu Papier brachten. Und dieses nun ist das Ergebnis:

 

Taizé 2006 - das war für mich ...  

 

Taizé 2006 – das war für mich …

fahrten2006-danieldas friedliche Zusammen-

>    sein
>    leben und
>    beten
von Leuten aus aller Welt

Daniel

 

Taizé 2006 – das war für mich …

… eine der interessantesten Erfahrungen, die ich seit langem gemacht habe und die mich mit am intensivsten geprägt hat. Mir hat es geholfen, mir über einiges klar zu werden und mich für meinen Lebensweg zu motivieren und ihn mit anderen zu teilen.
Taizé ist für mich ein Symbol des Friedens, der „Globalität“ und des Zusammenhalts geworden.
Liebe & Frieden (und Kekse)
die Bibi

 

Taizé 2006 – das war für mich …

Also als erstes möchte ich besonders Ute und der ganzen Gruppe danken. Es war echt eine schöne Zeit mit Euch.
Als ich in Taizé ankam, brauchte ich erst noch ein / zwei Tage, um mich an das Leben dort anzupassen. Besonders gefiel mir, dass die Kirche immer in der Nähe war. In der Kirche war es schön, dass dort viele Jugendliche waren und fahrten2006-lukedie Lieder schöner waren als bei uns (zu Hause).
In Taizé konnte ich viel (in Ruhe) über mich und mein Leben nachdenken, und in den Gesprächsgruppen mit den Jugendlichen Erfahrungen austauschen und meinen Glauben festigen. Eine besonders schöne Erfahrung war natürlich, wie gut man sich mit Menschen aus unterschiedlichen Nationen verständigen konnte. Toll war außerdem, dass man wusste, dass wir alle was gemeinsam hatten (unseren Glauben) und somit uns gut verstanden und viele Freunde fanden. In dieser Woche ist mir auch aufgefallen, wie wenig ich eigentlich brauche und was mir wirklich wichtig ist. Ich habe nicht einmal an meinen Computer gedacht!
Luke

 

Taizé 2006 – das war für mich …

… einfach unbeschreiblich! Wenn man nicht selbst dort gewesen ist, kann man sich schlecht vorstellen, was man dort erlebt hat. Natürlich kann man viel erzählen, aber die tolle Atmosphäre, das „Multikulti“, die Stille … kann man nur erleben.
Ihr wisst, wovon ich rede!
fahrten2006-claudiaBesonders gefreut habe ich mich über den deutlichen Unterschied zwischen feiern, Spaß haben, Leute treffen … und … Stille, Gespräche, über mich nachdenken. Auch wenn es mir mal nicht so gut ging, war immer jemand da. Viele Fragen wurden beantwortet. Besonderen Dank an dieser Stelle an Ute und Petra, unsere Gruppenmamas.
Wenn ich zurückdenke, fallen mir nur positive Sachen ein, nachdem ich dann eine Stunde geredet bzw. erzählt habe, kommen evtl. auch ein paar „negative“. (Nothing is perfect!) Und das soll schon etwas heißen.
Fazit: ich kann es kaum erwarten, mit Euch allen wieder nach Taizé zu kommen!
Claudia

 

Taizé 2006 – das war für mich …

…eine wichtige Erfahrung in meinem Glauben. Die Gespräche in den kleinen Gruppen auch mit ausländischen Christen waren interessant, es war einfach spannend zu erfahren, wie andere über „Gott und die Welt“ denken. Das tägliche Treffen der 15- und 16-Jährigen mit einem Bruder brachte Ordnung in den Alltag und gute Ideen für die fahrten2006-yannickGesprächsgruppen.
Durch die erschwerten Lebensbedingungen, wie z.B. im Nassen schlafen, schlechte sanitäre Anlagen, gewöhnungsbedürftiges Essen und „frühes Aufstehen“, ist mir klarer geworden, wie gut es mir eigentlich Zuhause geht und wie das Leben in einem Kloster ansatzweise ist. Wenn ich könnte, würde ich am liebsten allen Brüdern und allen anderen Menschen, die mir z.B. Essen ausgeteilt haben, danken. In Taizé habe ich oft gedacht, dass ich nach Hause will und gleichzeitig hier bleiben möchte, es war anstrengend und gleichzeitig schön, so müde man ist, man will doch gerne zum Gebet. Taizé hat mich im Glauben weitergebracht und nächstes Jahr will ich wieder hin!
Yannick

 

Taizé 2006 – das war für mich …

… Anstrengung
>    kaum Schlaf
>    keine Stühle (mein armer Rücken!)
>    kalte und nur kurze Sachen dabei
>    kein Kissen (!!) und
>    gewöhnungsbedürftiges Essen
>    etc.
Das klingt jetzt zwar ganz grausam und hört sich so an, als ob wir in Taizé gequält worden sind, dem ist aber nicht so!
Ja, man braucht in Taizé Improvisationstalent und den Willen durchzuhalten, dennoch war es toll in Frankreich. Wenn ich an diese Fahrt denke, bleiben – neben den Anstrengungen (s. o.) – sooooooo viele schöne Erinnerungen. Dies liegt vor allem an den Menschen, die ich dort und besonders hier in meiner Gruppe kennen gelernt habe. Es war super, mit anderen Jugendlichen mal ganz altklug über „Gott und die Welt“ zu reden.
Des Weiteren gefielen mir die „Gespräche“ mit den Brüdern besonders gut. Alle haben auf mich den Eindruck gemacht, dass sie sehr „weise“ sind. Ich denke, dass ich noch mehr über unseren Glauben gelernt habe.
Also muss ich letzten Endes zugeben, dass Taizé mich um einige positive Erfahrungen in Sachen Glaube und Kirche reicher gemacht hat.
Sabrina

 

Taizé 2006 – das war für mich …

… erstmal ein großes Abenteuer!
Es war eine sehr außergewöhnliche Erfahrung, einmal ohne das zu leben, was mein Leben im materiellen Sinne bereichert. Die Woche hat mich u. a. einsehen lassen, was mir in meinem Leben wirklich wichtig ist.
Sehr schön fand ich die Treffen & Gesprächsgruppen jeden Tag. Ich glaube, ich habe einiges über Gott (. . . und Klo fahrten2006-melputzen) dazugelernt. Und ich werde versuchen, etwas davon nach Hause mit zu bringen.
Taizé heißt für mich auch Zusammenhalt, auch wenn wir aus verschiedenen Kulturen kommen. Es zeigt, dass der Glaube einen mehr bindet als man manchmal wirklich weiß.
Obwohl die Woche im Blick auf
-    scheußliches Wasser
-    nasses & kaltes Wetter
-    manchmal gewöhnungsbedürftiges Essen
nicht unbedingt entspannend klingt, hatte sie auf mich eine „innere Ruhe“- spendende Wirkung. Ich bin glücklich, diese Erfahrung Taizé gemacht zu haben und ich möchte fast jetzt schon wieder zurück!!
Mel

 

Taizé 2006 – das war für mich …

… ’ne echt tolle Erfahrung!
Ich wäre am liebsten gleich noch ’ne Woche da geblieben. Besonders gefallen haben mir die regelmäßigen Gebete mit den ruhigen Gesängen, und die vielen netten Menschen, die ich getroffen habe.
Wo hat man sonst schon Gelegenheit, in einer Woche mit Holländern zu quatschen, Smalltalk auf Spanisch zu halten, fahrten2006-marenmit Italienern lustige Spiele auszuprobieren und Menschen von überall her kennen und mögen zu lernen ???
Von den Zuständen in Taizé (Toiletten, Essen . . .) war ich eigentlich eher positiv überrascht: ich hatte mir alles viel schlimmer vorgestellt!
Toll fand ich auch die Begegnungen und Gespräche mit anderen Jugendlichen. Da konnte man sich (endlich mal) frei über seinen Glauben austauschen und Gleichgesinnte kennen lernen.
Besonders lustig war unser Gesprächsgruppenleiter Bruder Bruno (aus der Schweiz).
Na ja, es gibt so viel Nettes zu berichten, dass man gar nicht alles auf eine Seite quetschen kann.
Mit nach Hause nehme ich auf jeden Fall:
-    Adressen von vielen netten Leuten
-    dreckige & nasse Klamotten (von denen viele mit Tee bekleckert sind . . .)
-    viele neue Erfahrungen
-    Grüße an meine holländischen Nachbarn
-    Und den Wunsch, noch mal nach Taizé zu kommen, am besten mit Euch!
Also, danke für alles,
Maren

 

Taizé 2006 – das war für mich …

… eine Wende in meinem Leben gewesen. Nach dieser atemberaubenden Woche weiß ich, was der Glaube in meinem Leben für einen Stellenwert hat. Nun weiß ich, dass ich glaube, und denke es nicht nur.
fahrten2006-anikaIch habe zwar nie einen Gedanken daran „verschwendet“, länger zu bleiben, jedoch nur um meine neue Einstellung zu mir und meinem Glauben in meinem Alltag testen zu können. Ich hoffe, ich kann nächstes Jahr noch einmal nach Taizé und rate jedem Christen, dort hinzufahren. Die Ruhe der Brüder und ihr tiefer Glaube lassen kaum jemanden unberührt.
Es wird komisch sein, sich für sein Essen nicht anstellen zu müssen. Und was waren noch gleich Messer und Gabel . . . ?
Na ja, auf jede schlechte Erfahrung in Taizé kamen 10 gute, und deswegen hat es sich für mich mehr als gelohnt!
Anika

 

Taizé 2006 – das war für mich …

… eine große Bereicherung für mein Leben, eine tolle menschliche Erfahrung und ein sehr interessantes Erlebnis. Obwohl ich die Woche auch gerne in Stille verbracht hätte, habe ich mich dennoch über die (wenn auch einseitigen) fahrten2006-matthiasGespräche gefreut. Die außergewöhnliche Gemeinschaft der Brüder in Taizé und ihre Fähigkeit, Ruhe und Sympathie auszustrahlen, haben mich tief beeindruckt.
Ich danke Gott und allen Helfern für die Woche,
Matthias

 

Und die "Oldies" haben auch was aufgeschrieben:

Taizé 2006 – das war für mich …

… einige Male die Frage: Mutter, warum tust Du Dir so etwas noch an? In Deinem Alter! Zelten, Wassereinbruch, lange Wege zur Dusche, langes Anstehen beim Essen, beim Beten auf dem Boden sitzen (meine Knie! meine Füße!) Muss ich so etwas noch haben? Und dann diese vielen Menschen! Das macht mich ganz kirre! In den ersten Tagen stand eines fest: das war ja vielleicht ganz schön, aber diese Zeiten sind für mich vorbei. Nie wieder!
Nun ja, Taizé hat mich gelehrt, dass eben Manches einfach nur gewöhnungsbedürftig ist. Dieses Wort kam von unseren Jugendlichen einige Male – besonders im Hinblick aufs Essen. Das heißt aber auch: wir können uns gewöhnen. Nach der ersten Irritation darüber, dass wir unser gewohntes bequemes Leben für einige Tage missen werden, tun sich ganz neue Sichtweisen auf. Brauche ich denn das alles, was täglich so selbstverständlich ist?
Und: der Schmerz in den Knien lässt tatsächlich schnell nach, wenn man täglich 3 x eine volle Stunde auf dem Boden sitzt. Auch mein Körper kann sich gewöhnen.
Und eins steht fest: nächstes Jahr wieder! ! !
Und ich bin wieder dabei!
Ute
 

Taizé 2006 – das war für mich …

… beten. 3 x täglich eine ganze Stunde lang. Und nie wird mir die Zeit lang. Manchmal bleibe ich einfach noch sitzen.
… im gemeinsamen Gebet 10 Minuten völlige Stille. Jeder betet für sich. Dabei die Erfahrung, dass diese Zeit nie zu lang, eher oft zu kurz ist. Für mich. Und für die Anderen, wie ich höre.
… Gespräche mit anderen Christen aus anderen Ländern. Das schöne Gefühl: wir sind so Viele. Wir glauben gemeinsam. Unser Glaube verbindet uns über die ganze Erde.
… sieh Dir diese Jugendlichen an! Und auch die Eltern, die ihre Kinder mit hierher bringen. Oder die Erwachsenen, die seit vielen Jahren immer wieder zum Auftanken hierher kommen. Sie kommen alle hierher, um Gott zu begegnen! Und Gott ist hier überall spürbar.
… immer wieder die Frage: wie kann ich – wie können wir – das, was wir hier erlebt haben, nach Hause tragen? Zu Hause weiterleben? An diejenigen, mit denen wir gemeinsam glauben und beten, weiter tragen?
Noch mal: Ute

 

Taizé 2006 – das war für mich …

… zuerst die Vorstellung einer außergewöhnlichen spirituell anspruchsvollen Bibelwoche. Die ersten Tage kam das Erschrecken: im Zelt zu schlafen und bei Regen nass zu werden, ist nicht wirklich etwas für eine Frau meines Alters. Auch mit Hunderten von Jugendlichen für ein (sagen wir mal freundlich) eher bescheidenes Mahl Schlange zu stehen, ist nicht  mein Fall. Aber siehe, ca. am 2. Tag kam ich „innerlich“ an, und plötzlich waren all die Äußerlichkeiten nicht mehr wichtig, denn ich hielt mit 4000 Menschen eine 10-minütige Stille ein, ich sang und betete mit ihnen und freute mich auf jede Gebetsstunde ein wenig mehr. Die Bibeleinführung, die Gespräche und Gebete mit Gleichgesinnten, das Zusammensein mit den wirklich lieben Vlothoer und Löhner Jugendlichen hoben mich ein wenig aus meinem alten Leben und ließen mich an Auftanken denken, was den Glauben angeht.
Ja, Taizé 2006 war für mich ein „Tankstelle“!
Petra


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