Taizé-Gebet Vlotho
Entstehung der Communauté
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Die Anfänge
Roger Schutz, der später Frère Roger wurde, kam 1940, mit 25 Jahren, nach Taizé, um gemeinsam mit anderen Männern Menschen in Not zu helfen und mit ihnen zu leben. Der Norden Frankreichs war besetzt. Taizé lag im nicht besetzten Teil Frankreichs.
Sie nahmen zunächst – während des Krieges – Menschen auf, die auf d
er Flucht aus dem besetzten Norden waren. 1944 hatten sich die Verhältnisse umgedreht: aus den Verfolgern waren Verfolgte geworden, aus den Angreifern Gefangene. Roger Schutz und seine Freunde erhielten die Erlaubnis, an den Sonntagen die deutschen Kriegsgefangenen zu sich einzuladen. Vor allem aber um die im Krieg verwaisten Kinder kümmerten sich die Brüder – gemeinsam mit Frère Rogers Schwester Geneviève.
Taizé-Gebet
Irgendwann fragten die Menschen, für die sie sorgten, ob sie nicht mitbeten dürften. Und dies ist der eigentliche Beginn des „Taizé-Gebets“. Da treffen sich einige Menschen, um zu beten, und andere kommen dazu, weil sie mitbeten wollen.
Sie trafen
sich 3x täglich zum Gebet in einer kleinen Kapelle auf dem Dachboden. Doch diese wurde zu klein.
Die kleine katholische Dorfkirche aus dem 12. Jahrhundert war völlig ungenutzt. Seit der französischen Revolution wurde dort höchstens 1x pro Jahr Messe gefeiert. Die Freunde trugen dem Regionaldekan ihr Anliegen vor, diese Kirche nutzen zu dürfen, aber dies war eine heikle Angelegenheit. Schließlich waren sie evangelische Christen, die eine katholische Kirche nutzen wollten. Sie wandten sich an den Bischof von Autun, der sich in Verbindung setzte mit dem päpstlichen Nuntius Angelo Giuseppe Roncalli, dem späteren Papst Johannes XXIII. Und es gab eine Lösung: diese Kirche wurde zur Simultankirche erklärt, d. h., nun konnten in ihr sowohl die katholische Messe als auch der evangelische Gottesdienst stattfinden.
Communauté de Taizé
1949 kamen sieb
en Männer in der kleinen Dorfkirche von Taizé zusammen. Sie hatten beschlossen, sich nicht mehr nur für jeweils ein Jahr zum gemeinschaftlichen Leben zu verpflichten, sondern sich ihr ganzes Leben lang zu engagieren. Sie legten die Profess ab – das Versprechen zur Gemeinschaft: die Verpflichtung zur Gütergemeinschaft und zur Ehelosigkeit. Damit war der erste Orden evangelischer Christen seit der Reformationszeit entstanden: die Communauté de Taizé.
Dieser Bruderschaft gehören heute etwa 100 Brüder an aus verschiedenen Konfessionen und aus über 25 Nationen.
Einfacher Lebensstil
Die Brüder ak
zeptieren für sich keine Spenden und legen keine Rücklagen an. Ihren Lebensunterhalt und den anderer bestreiten sie mit dem Erlös ihrer Arbeit. Dieser einfache Lebensstil kennzeichnet auch die wöchentlichen Jugendtreffen in Taizé.
Einige der Brüder leben in kleinen Fraternitäten unter den Ärmsten in Asien, Afrika, Latein- und Nordamerika, aber der Hauptsitz ist Taizé geblieben, dieses kleine, verschlafene Nest im Burgund.